Verhalten im Stau und wie helfe ich den Rettern

Verhalten im Stau

 

Wer stand nicht schonmal im Stau?
Manchmal aber ist die Ursache mehr, als nur eine ewig scheinende Baustelle.
Dann nämlich brauchen Menschen oft lebensrettende Hilfe.

Bevor Sie jetzt aber wegdrücken, weil Sie vielleicht denken, dass ich trockene Theorie vermitteln möchte,
bitte ich nur für einen kurzen Moment um ihrer Aufmerksamkeit.

 Haben Sie gewusst, dass im Jahr 2016 in Deutschland ca. 2,6 Mill Verkehrsunfälle registriert wurden?
Davon gab es über 300 000 Unfälle mit Personenschäden.
Außerdem gab es über 21 000 Unfälle auf deutschen Autobahnen.

Diese Zahlen zeigen eindeutig in eine Richtung:
Die Tendenz ist steigend und die Unfallwahrscheinlichkeit nimmt zu.

Von daher ist klar, dass auch auf die Rettungskräfte eine enorme Last liegt.
Sie sind nämlich oft die einzigen, die über Leben und Tod entscheiden können, da sie die nötige Ausbildung
und die nötigen Geräte haben.

Aber was nützt ein top Team mit modernster Technik, wenn sie einfach nicht zum Unfall kommen?
Das ist leider immer öfter das Problem für Rettungskräfte, egal ob durch Gaffer oder nicht einhalten der Rettungsgasse.

Und da sind wir schon beim Thema: die Rettungsgasse

 Es ist eigentlich ganz einfach und doch wird sie oft nicht gebildet oder missbraucht.
Ziel ist, dass eine Lücke, die breit genug für die Rettungsfahrzeuge ist, gebildet wird.
Somit wird ein schnelles Vorrücken der Rettungskräfte gewährleistet.

 

Wie auf dem oben gezeigten Bild zu sehen, ordnen sich alle Fahrzeuge auf der linken Spur ganz links ein.
Für alle anderen Fahrzeuge, die sich auf den Spuren weiter rechts befinden, gilt, sich möglichst rechts einzuordnen.
Somit bildet sich zwischen den ersten beiden linken Spuren eine freie Bahn für die Rettungskräfte.
Dies funktioniert aber nur, wenn alle sich an dieses Prinzip halten.

 

Wie helfe ich den Rettern?

 "Mir passiert sowas doch nicht!"
"Wird sicher eh alles gut ausgehen, die machen das ja nicht zum ersten mal."

Das sagen sicher viele, die sich mit diesem Thema noch nicht so sehr auseinandergesetzt haben.
Doch wie oben beschrieben, steigt die Zahl der Verkehrsunfälle und wir sollten uns Gedanken machen,
wie wir die Chancen auf eine schnelle Rettung erhöhen können.

Die ist oft gar nicht schwer, da einige Hilfsmittel sogar kostenlos sind.
Ein gutes Beispiel hierfür ist die Rettungskarte.
Eine Rettungskarte ist ein 2D Plan des Fahrzeuges, in dem es sich befindet.
Auf ihm sind alle wichtigen Geräte, wie Fahrzeugbatterie(n), Kraftstofftank, Steuergeräte oder Druckbehälter eingezeichnet.
Damit kann der Einsatzleiter genau sagen, wie die Personenrettung vollzogen werden soll, um möglichst schonen und schnell zu arbeiten.

Diese Rettungskarten werde online auf den Webseiten der jeweiligen Fahrzeugherstellern kostenlos zum Download angeboten.
Aber auch die Dekra bietet für alle gängigen Automarken die passenden Datenblätter an.
Sobald man dann die Rettungskarte von seinem Fahrzeugtyp im richtigen Baujahr ausgedruckt hat, klempt man dieses Blatt möglichst unter die Sonnenblende auf der Fahrerseite.
Aber wie wissen die Einsatzkräfte, dass Sie eine Rettungskarte vorfinden können?
Dazu können Sie sich einen Aufkleber, ebenfalls kostenlos, bestellen, welchen Sie sich dann auf die Innenseite der Windschutzscheibe in der linken unteren Ecke in Fahrtrichtung kleben.

Einen solchen Aufkleber finden Sie z.B. auf der Webseite der Dekra zum kostenlosen Bestellen.

 

Ich hoffe, dass ich Sie ein wenig zum Nachdenken anregen konnte.
Vielleicht denken Sie ja darüber nach, sich eine solche Rettungskarte oder etwas anderes zum Schutz zu holen.
Es ist ja nur zum persönlichen Schutz, falls es wirklich mal soweit kommen sollte.